Zum einen hat man das Ausgabenmanagement. Das hat ‘ne Menge an Aufgaben, die alle gut und konsequent ausgeführt werden müssen, weil sonst nichts so wirklich funktioniert.

Entstehung der Ausgaben

Das ist das offensichtlichste: Man muss darauf achten, dass Artikel geschrieben werden, die geschriebenen Artikel korrigiert werden, die korrigierten Artikel zu einer kompletten Ausgabe gelayoutet werden und die fertige Ausgabe in den Druck geschickt wird.

Für das Schreiben der Artikel kann jeder Redakteur zuständig sein (am besten auf freiwilliger Basis, aber wenn nicht genug Leute freiwillig Artikel schreiben, muss leider zugeteilt werden). Für alles andere gibt es feste Teams, die sich relativ selbstständig reinteilen. Wichtig hier ist, dass das Ausgabenmanagement die jeweiligen Redakteure/Teams immer mal wieder an ihre Aufgaben erinnert, weil Schüler gerne faulenzen. ;)

Zwei kleine Tipps vom Autor:

  1. Schau dir mal an, was jedes der Teams in der Schülerzeitung macht und wie es das macht (z.B. welches Programm das Grafikteam fürs Layouten nutzt oder auf was alles die Korrektur so achten muss). So hast du ein besseres Gefühl dafür, was alles an Arbeit in die verschiedenen Etappen der Entstehung einer Ausgabe reinfließt und kannst bspw. die benötigte Zeit für alles etwas besser einschätzen.
  2. Schreibe das Intro und Extro jeder Ausgabe selber. Das verleiht der Ausgabe eine persönlichere Note.

Eine umfangreichere Liste mit allen nötigen Schritten, um eine Ausgabe auf die Beine zu stellen, gibt’s in diesem How-To.

Verkauf der Ausgaben

Nachdem die Ausgaben gedruckt wurden, müssen sie auch noch irgendwie verkauft werden – nützt ja wenig, wenn die einfach nur im Keller einstauben. Hierfür bieten sich Hofpausen und Veranstaltungen, wie der Tag der offenen Tür oder das Hoffest, an. Wichtig ist, darauf zu achten, dass Redakteure für den Verkauf zugeteilt werden (bzw. sich freiwillig melden), die auch dafür Zeit haben (und nicht z.B. beim Hoffest schon im eigenen Klassenstand eingeteilt sind).

Weitere Infos zum Verkauf stehen in einer separaten Datei. Die kannst du hier finden.

Werbung

Werbung ist eigentlich Aufgabe des Münzmeisters, ich wollte hier aber trotzdem nochmal was dazu sagen. Der Münzmeister sollte sich darum kümmern, mit potentiellen Werbepartnern in Kontakt zu treten, Angebote auszumachen und schlussendlich rechtzeitig genug den Layoutern PDFs für die Werbeanzeigen geben zu können.

Ich habe jetzt aber “sollte” geschrieben. Das liegt daran, dass ich mit der zuständigen Person für die Finanzen, die das gemacht hat, während ich und mein Vorgänger Chefredakteur waren, schlechte Erfahrungen gemacht habe. Klar, faul sind viele und deswegen passiert das schnell, dass einer aus der Korrektur, dem Layout – oder eben den Finanzen – seine Aufgaben verspätet oder sogar gar nicht macht.

Bei den meisten Sachen ist das nicht ganz so schlimm, Deadlines ein wenig verschieben und Nachtschichten einlegen kann man immer. Aber bei den Finanzen – vor allem der Werbung – ist das nicht so: Wenn der Münzmeister verpeilt, rechtzeitig Werbung bei unseren Werbepartnern anzufragen, hat man dann in der Ausgabe keine Werbung. Dadurch lässt sich dann die Ausgabe nicht mehr rentieren, was Verlust bedeutet. Und zu viel Verlust bedeutet die Schulleitung und der Förderverein sind sehr böse auf dich – nicht den Münzmeister, dich, den Chefredakteur (oder die ganze Schülerzeitung, beides ist doof).

Das alles wollen wir nicht, deswegen ist es besonders wichtig, dass auf die Ausführung der Aufgaben des Münzmeisters besonders Acht gegeben wird. Und wenn der Münzmeister das nicht hinkriegt, dann muss das jemand Anderes machen. Ich habe das dann selber übernommen, weil ich einigermaßen professionelle E-Mails schreiben konnte. So würde ich auch Empfehlen, dass zukünftige Chefredakteure es machen (falls so ein Fall mal wieder eintreten sollte, hoffen wir mal nicht), da das eigentlich auch direkt mit der Repräsentation nach Außen, die die Chefredakteure sind, einhergeht.

Deadlines

Das Allerwichtigste bei dem ganzen Ausgabenmanagement sind die Deadlines. Es ist wichtig, dass man konkrete Deadlines möglichst früh festlegt, damit die Redakteure wissen, wie viel Zeit sie für das Schreiben, Korrigieren etc. haben. Man muss aber auch darauf achten, dass alle für ihre Aufgaben genug Zeit bekommen.

Genauere Angaben dazu, wie viel Zeit jede Aufgabe bei der Produktion einer Ausgabe meistens braucht, gibt’s im How-To zum Ausgabe Schreiben.

Jugendjournalismuspreis

Der Jugendjournalismuspreis – oder kurz JJP – ist ein Wettbewerb, der von der Jugendpresse Sachsen veranstaltet wird, bei dem alle Schülerzeitungen Sachsens Zeitungen, einzelne Artikel, Illustrationen oder Ähnliches einreichen, um einen Preis zu gewinnen (inklusive Preisgeld!). Der findet einmal jährlich, um den April rum, statt. Es ist immer gut, da was einzureichen (die letzte Ausgabe kann man prinzipiell eigentlich immer einreichen).

Jugendpresseausweis

Bei der Jugendpresse Sachsen kann man auch einen Jugendpresseausweis beantragen, mit dem man richtig seriös wirkt! (Und der hat sogar ‘nen Nutzen: Man kommt damit in spezielle Bereiche für Journalisten bei Veranstaltungen rein) Dafür muss man Mitglied im Jugendpresse Sachsen e.V. sein (ich bin mir nicht sicher, ob wir das als Zeitung sind, aber falls ja, muss man keine eigene Mitgliedschaft beantragen) und dann einen Antrag dafür ausfüllen. Der Ausweis an sich kostet 15€ pro Jahr und erfordert regelmäßige journalistische Aktivität (also z.B. das regelmäßige Schreiben von Artikeln).