Die Korrektur ist in drei Etappen (man könnte sogar “3 Etagen” sagen, hehe) eingeteilt: Erst-, Zweit- und Drittkorrektur (auch mit K1 bis K3 abgekürzt).

Erstkorrektur

Die Erstkorrektur ist dafür zuständig, die Texte auf grundlegende Formulierungen, Strukturierungen und inhaltliche Richtigkeit zu überprüfen und – im Bestfall – zu korrigieren. Diese Etappe der Korrektur ist dazu angeregt, mit dem ursprünglichen Autor des Textes in Kontakt zu treten, falls irgendwelche Fakten nicht richtig sind, die Struktur des Textes grundlegend schlecht gewählt ist oder der Artikel aus irgendeinem anderen Grund Probleme, die die Korrektur behindern, aufweist. Es kann auch gerne der Autor des Artikels zu Formulierungen gefragt werden, falls größere Änderungen vorgenommen werden müssen (z.B. um die ursprüngliche Intention des Geschriebenen noch intakt zu halten, auch wenn man die Formulierung grundlegend verändert).

Für diese Etappe ist die grammatikalische Richtigkeit sowie Rechtschreibung nicht höchste Priorität, es ist aber trotzdem gut, wenn die Personen in der Erstkorrektur halbwegs Ahnung davon haben, wie sie das Zeug denn nun schreiben sollten. So hat die Zweitkorrektur dann eine einfachere Zeit und ist der Erstkorrektur sehr dankbar :)

Zweitkorrektur

Die Zweitkorrektur fokussiert sich weniger auf Strukturierung des Textes sowie größere Formulierungen und mehr auf Grammatik und Rechtschreibung. Aus diesem Grund sollten die Personen in der Zweitkorrektur möglichst gut in Grammatik und Rechtschreibung sein und die meisten grammatikalischen Regeln kennen (der Duden hat online sehr gute Ressourcen, was jegliche Grammatikregeln der deutschen Sprache angeht, die sollte man sich auf jeden Fall mal anschauen, falls man sich bei einer Regelung beim Korrigieren unsicher ist).

Drittkorrektur

Die Drittkorrektur besteht aus Deutschlehrern, die nochmal über alle Artikel drüberschauen, um jegliche Fehler noch zu finden und anzustreichen, die beide vorherigen Korrekturen übersehen haben. Wichtig für alle Korrektoren: Die Zweitkorrektur ist dafür verantwortlich, die Artikel an die Drittkorrektur zu schicken und sie auch wieder von ihr abzuholen, sei es in Papierform oder digital per Mail. Die meisten Lehrer streichen die Fehler nur an und korrigieren sie nicht gleich selber, deshalb muss die K2 dann auch die angestrichenen Fehler noch wirklich korrigieren und die endgültig korrigierte Version ans Layout schicken, die dann das Layout der Ausgabe mit den Artikeln machen kann.

Tipps für die Korrektur

Es gibt neben Kommata auch noch viele andere tolle Satzzeichen: Gedankenstriche und Doppelpunkte sind cool, Semikolons im Gegensatz dazu aber eher weniger (Semikolons nutzt man praktisch nur bei sehr komplexen Sätzen oder sehr komplexen Aufzählungen, die in einer Schülerzeitung nichts zu suchen haben).

Klammern und Gender-Grammatiken behindern den Lesefluss (mehr oder weniger, je nachdem wo es jeweils gesetzt wird), deshalb muss man bei denen aufpassen, wie oft man sie nutzt (ironisch bei der Menge an Klammern, die ich nutze, ich weiß). Vor allem beim Gendern ist es am schlausten, beide Geschlechter einfach aufzuzählen (also z.B. “Schülerinnen und Schüler”) statt Sternchen, Schrägstriche oder Ähnliches zu nutzen. Das alles wäre nämlich grammatikalisch inkorrekt und das sehen manche Leute nicht gern. Außerdem sieht so ein Stern oder großgeschriebener Buchstabe inmitten eines normalen Wortes einfach nicht sehr schön aus. Man kann sich auch auf ein generisches Maskulinum, generisches Femininum oder Ähnliches festlegen, die Nutzung muss dann aber irgendwo vorher gekennzeichnet werden, z.B. auf der Rückseite einer Schülerzeitungsausgabe oder am Anfang des Artikels, wenn er auf der Webseite veröffentlicht wird.